Auf einen Blick: Executive Summary

Mehr als zwei Drittel aller befragten CEOs grosser und mittelständischer Unternehmen in der Schweiz, Deutschland und Österreich geben an, sich in einem Transformationsprozess zu befinden, an welchem mehr als 30 Prozent der Belegschaft beteiligt sind. Durchschnittlich investieren sie hierfür 20 Prozent des Unternehmensnettogewinns und rund ein Drittel ihrer Zeit.

Zum vierten Mal hat die Unternehmensberatung Manres AG (Hauptsitz in Zürich, weitere Büros in Köln und Hamburg), welche sich auf die Begleitung kultureller Transformationsprozesse in Unternehmen spezialisiert hat, in Zusammenarbeit mit der Executive School der Universität St. Gallen (HSG), Vorstandsvorsitzende nach ihren Überzeugungen, Werten und Erfahrungen mit Transformationsprozessen befragt. Es nahmen 143 CEOs aus der Schweiz, Deutschland und Österreich teil. Durchschnittlich beschäftigen die Unternehmen ca. 4.200 Mitarbeiter und erwirtschafteten im letzten Kalenderjahr im Mittel 76 Mrd. Euro netto sowie 245 Mio. Euro brutto, womit sie zu den umsatzstärksten Unternehmen im deutschsprachigen Raum zählen. In den meisten Fällen sind die befragten Personen bereits in höheren Positionen in dem Unternehmen angestellt gewesen, welches sie nun als CEO leiten. Durchschnittlich üben sie dieses Amt seit sechs Jahren aus.

Ein schon in den vergangenen Studien erkennbarer Trend setzt sich auch im Jahr 2016 weiter fort: Immer mehr (mittlerweile fast die Hälfte) aller CEOs schätzen die Firmensituation als eher oder sehr turbulent ein. Gleichzeitig steigt auch die Anzahl der Unternehmen, welche sich in einem grösseren Transformationsprozess befinden. Die Notwendigkeit, in zunehmend kritischen Zeiten gezielt durch Transformationsprozesse in die Unternehmenssituation zu investieren, scheint für viele CEOs inzwischen absolut offensichtlich und relevant zu sein.

Dabei sind sich die Teilnehmer über die fünf wichtigsten Führungsaufgaben wie bereits in den vergangenen Jahren sehr einig:

  • Personalauswahl des Führungsteams
  • Gestaltung der Unternehmenskultur
  • Kommunikation nach innen
  • Definition der Strategie
  • Definition von Vision/Mission Statement

Auch wenn die Vorstandsvorsitzenden die Lage der von ihnen geleiteten Firmen immer turbulenter einschätzen, so stehen nach wie vor, oder vielleicht sogar gerade in diesen herausfordernden Zeiten ganz besonders, die kulturell-psychologischen Aufgaben für die CEOs im Zentrum ihres Handelns. Im Hinblick auf die persönlichen Fertigkeiten führen ebenso Aspekte wie Überzeugungskraft, Führungskompetenz, Integrität, Ausdauer und Beharrlichkeit die Liste erfolgsentscheidender CEO-Kompetenzen an.

Da letztendlich jedes einzelne Unternehmensmitglied mit seinem Handeln den entscheidenden Beitrag in der täglichen Umsetzung des Transformationsprozesses leistet, sehen die CEOs die vollständige und umfassende Einbindung aller Mitarbeiter als zentrales Erfolgskriterium an. Hierzu tragen ein klares gemeinschaftliches Zielbild sowie das Agieren als Vorbild bei. Als wichtigste Ursache für das Scheitern von Transformationsprozessen benennen die Vorstandsvorsitzenden vor allem den Mangel an Kommunikation und Flexibilität. Weitere Stolpersteine in der Prozessgestaltung liegen aus Sicht der Befragten in der Unterschätzung der Prozessdauer im Vorfeld und dem damit einhergehenden unpassenden Erwartungsmanagement sowie in mangelnder Beharrlichkeit.

Ihre Transformationskompetenz eignen sich die meisten CEOs über genau diese eigenen Erlebnisse in Transformationsprojekten oder durch den Erfahrungs- und Best Practice-Austausch mit Kolleginnen und Kollegen an. Direkt danach folgen die Inanspruchnahme externer Beratung und Coaching sowie Aus- und Weiterbildungen.

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